Jeder von uns kennt die Faszination der Sterne und blickt in einer klaren Nacht gerne gen Himmel um sich die funkelnden Himmelslicher zu anzuschauen. Wir sehen ein Meer aus Sternen, Nebeln, Galaxien und einen Teil der Planeten unseres Sonnensytems.
   

Die Fakten:

Unsere Himmelsspähre ist in 88 Sternbilder unterteilt, welche Figuren aus der Mythologie, Fabelwesen oder wissenschaftliche Objekte darstellen. Haben wir ein solches Sternbild erkannt, scheint es so, als stünden die Sterne in gleicher Entfernung zur Erde am Himmel.

Dieser Schein trügt jedoch. Die einzelnen Sterne eines Sternbildes stehen mit Differenzen von vielen Lichtjahren tief im Raum, wobei ein Lichtjahr 9,4608 Billionen Kilometern entspricht.

Zum Vergleich:

Die mittlere Entfernung der Erde zu unserer Sonne beträgt knapp 149.6 Millionen km, was man auch als astronomische Einheit (AE) bezeichnet.

 

Sterne sind ferne, selbstleuchtende Sonnen , nicht zu verwechseln mit Planeten, die keine eigene Leuchtkraft besitzen und nur deshalb am Himmel erstrahlen, weil sie Sonnestrahlen reflektieren.
Dies sind die Plejaden, im Volksmund auch "die sieben Schwestern"genannt. Es handelt sich hier um einen jungen offenen Sternhaufen, den man auch mit blossem Auge gut erkennen kann. Im Feldstecher bietet er einen wundervollen Anblick. Die Plejaden befinden sich im Sternbild Stier und bilden zusammen mit den Hyaden das Goldene Tor der Ekliptik, auch Planetentor genannt.
Hier ein Übersichtsbild. Den Raum zwischen Hyaden und Plejaden im Sternbild Stier bildet das Plantentor. Sieht man in dessen Nähe in den Herbst/Winter Monaten einen hell strahlenden Stern, handelt es sich in der Regel um Jupiter. Ein nicht ganz so heller und leicht orange leuchtender Stern ist Saturn. Da die Planeten jedoch am Himmel wandern, sind das nur ungefähre Angaben.

Da wir gerade bei der Astronomie um ein wenig Theorie nicht umhin kommen, möchte ich hier mit Hilfe einer Grafik versuchen das Verständnis und vielleicht auch ein wenig das Interesse an der Materie zu wecken. Als Quelle diente hier das Kosmos Astrojahr 2000/2001 (Kosmos Verlag), welches neben astronomischen Grundlagen auch besondere Beobachtungshinweise für jeden Monat eines Jahres darstellt und durch reichlich Bildmaterial auch scheinbar komplizierte Vorgänge für jeden verständlich und ansprechend aufzeigt.

 

Die Entstehung der Jahreszeiten:

Hier sieht man nun also den Lauf der Erde um die Sonne innerhalb des Jahres. Die Erde steht, wie man erkennen kann, nicht senkrecht zu ihrer Bahn, sondern mit einer Neigung von 23,5°. Betrachtet man sich nun die Stellung A, am 21. Juni (linker Bildrand), erkennt man, dass die Erdachse zur Sonne geneigt ist. In dieser Stellung steht die Sonne auf der Nordhalbkugel um die Mittagszeit hoch am Himmel. Wir haben lange Tage und kurze Nächte, es wird Sommer.

Betrachten wir nun die Südhalbkugel in gleicher Stellung (A), sehen wir, dass dieser Teil der Erde von der Sonne weggeneigt ist. Zur Mittagszeit steht die Sonne hier tief am Himmel, der Winter beginnt.

In Stellung C kehren sich die Verhältnisse um, wir sehen den nördlichen Winter und den südlichen Sommer. Schauen wir nun noch auf Stellung B (21. Sept.). Tag und Nacht sind hier gleichlang, es ist nördlicher Herbstanfang. In Stellung D (oben) sehen wir den nördlichen Frühlingsanfang.

 

 

Lichtverschmutzungskarte

 

In unseren Breiten kann man kaum mehr in wirklicher Dunkelheit den Nachthimmel beobachten.

Aber nicht nur für Astronomen, auch für die Tierwelt ist die teilweise unnötige oder aus Unwissenheit falsch gewählte Beleuchtung ein Problem. Um hierauf aufmerksam zu machen und sinnvolle Alternativen aufzuzeigen haben sich verschiedene Initiativen gegen die so genannte "Lichtverschmutzung" gegründet. Wer sich weiter darüber informieren möchte kann dies u.a bei der Initative DarkSky tun.

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